Dienstag, 24. Januar 2012

Was ist eine Sonneneruption?

Quelle: NASA
Eine Sonneneruption ist ein Gebilde erhöhter Strahlung in der Chromosphäre (relativ dünne Schicht der Sonne die aus Wasserstoff und Helium besteht) der Sonne die durch Magnetfeldenergie gespeist wird. Sie entsteht meistens über den Sonnenflecken. Diese aufgestaute Energie entlädt sich explosionsartig. Dabei löst sich aus der Sonnenoberfläche ein Plasmaschlauch und das superheiße Material wird in den Weltraum geschleudert. Dieser als koronaler Masseauswurf bezeichnete Vorgang schleudert u.a Elementarteilchen (Protonen, Elektronen) ins Weltall. Dabei werden diese fast bis auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und es entstehen verschiedene elektromagnetische Strahlungen, u.a. auch radioaktive Röntgenstrahlung.

Erreicht ein Sonnensturm die Erde trifft er in c.a 60.000 Kilometern Höhe auf das Magnetfeld und wird von diesem abgeschwächt. Für uns sichtbar wird das z.B durch die Polarlichter. In 30.000 Kilometern Höhe ist der Sonnensturm bereits zum Großteil abgeschwächt. Trotzdem kann die Röntgenstrahlung noch den Funkverkehr auf der Erde stören.
Handelt es sich um einen starken Sonnensturm können sogar Kommunikationsanlagen auf der Erde beschädigt werden. Dies gillt auch für Hochspannungsleitungen und Umspannwerke. Durch entstehende Spannungsspitzen könnten so Stromnetze kontinentalweit lahmgelegt werden.

Sonnenstürme haben aber auch positive Effekte für den Menschen. Bei der Kollision mit einem Sturm dehnt sich die Erdatmosphäre aus und erhöht damit die Reibung auf den um die Erde kreisenden Weltraumschrott. Dieser wird schließlich vom Magnetfeld der Erde angezogen und verglüht in der Atmosphäre.


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