Dienstag, 17. Januar 2012

Suche nach Phobus-Grunt

Das russische Verteidigungsministerium lies verlauten dass die Raumsonde "Phobus-Grunt" am Sonntag den 15.01.11 um 18.45 MEZ etwa 1250 Kilometer westlich der chilenischen Insel Wellington in den Pazifik stürzte. Laut Roskosmos wurde die Sonde in etwa 10 Kilometer Höhe über dem südamerikanischen Land zerstört. Auch das US-Militär konnte nur den Absturz der Sonde bestätigen, aber keine Information über die genaue Absturzstelle liefern.
Derweil ist Russland auf der Suche nach Schuldigen für den spektakulären Fehlschlag. Bereits im November hatte Präsident Dmitri Medwedjew angekündigt, die Schuldigen personell, materiell und notfalls auch strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.

Die 120 Millionen Euro teure Sonde konnte den Parkorbit (150-200 Kilometer Höhe) nicht verlassen da eine Kurskorrektur fehlschlug. Ziel der Mission war es Proben vom Marsmond "Phobos" zu entnehmen und zurück zur Erde zu bringen.
"Phobus-Grunt" galt als teuerste und ehrgeizigste Weltraummission Russlands seit dem Ende der Sowjetunion.

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