Montag, 5. September 2011

MMOD (Weltraummüll)

Micro-Meteoroid and Orbital Debris (MMOD) bzw. Weltraummüll oder Weltraumschrott bezeichnet nichtfunktionale künstliche Objekte in der Erdumlaufbahn. Laut der ESA soll es über 600.000 Objekte geben die größer als 1 cm sind. Nur etwa 15.000 dieser Objekte können durchgehend beobachtet und deren Bahnen analysiert werden. Viele der großen Objekte sind ausgediente Satelliten oder abgebrannte Oberstufen von Raketen, welche sich somit im LEO befinden. Auch Objekte unter einem Millimeter, von denen es um die 300 Millionen gibt (viele davon im Mikrometerbereich), können Schaden an Satelliten oder Astronauten bei Außenboardeinsätzen anrichten.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem: Bei der riesigen Menge an Weltraummüll steigt die Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit anderen Trümmerteilen, sodass noch mehr Trümmer entstehen können. In einigen Jahrzehnten ist somit die unbemannte und bemannte Raumfahrt für alle Organisationen gefährdet. Schon seit längerem wird dieses Problem diskutiert, eine wirkliche Lösung gibt es bis jetzt jedoch nicht. Als Lösungen werden unter anderem Magneten, starke Laser und Satelliten mit Fangnetzen vorgeschlagen.

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