Montag, 8. August 2011

Bigelow Aerospace

Bigelow Aerospace ist ein Raumfahrtunternehmen aus Las Vegas (USA). Gegründet wurde das Unternehmen von Robert Bigelow im Jahr 1999 und wird aus seinem Vermögen, durch seinen Besitz einer Hotelkette, investiert. 2004 erwarb Bigelow Aerospace die Rechte an der Transhab-Technologie der NASA. TransHab war ein Konzept für aufblasbare Wohnmodule im Weltraum, welches jedoch auf Grund zu hoher Kosten eingestellt wurde.
Die TransHab Technologie stellt die Basis der Produkte von Bigelow Aerospace. Die Habitate werden im entsprechenden Orbit aufgeblasen, sodass ein Lebensraum für eine Besatzung bereitgestellt werden kann.

Die beiden ersten Module, Genesis I und Genesis II, sind seit Juli 2006 bzw. Juni 2007 erfolgreich im Orbit. Es sind schon weitere Module wie das Sundancer, BA 330 und das BA 2100 geplant. Sundancer und BA 330 sind für 2014 und 2015 geplant.

Da sich Module miteinander verknüpfen lassen, kann man auf relativ kostengünstigen und schnellen Weg eine Raumstation ähnlich der ISS erschaffen. Problem ist jedoch der Transport zu einem Modul, da derzeit nur die Russen bemannt ins All fliegen. Jedoch plant Bigelow Aerospace eine Partnerschaft mit Boeing. Boeing wird vorraussichtlich 2015 das Raumschiff CST-100 fertig gebaut haben, welches dann zur ISS fliegen wird. Es kann bis zu 7 Personen in den [intlink id="leo" type="post" target="_blank"]LEO [/intlink]transportieren und soll bis zu zehn Mal wieder verwendbar sein. Solch ein Raumschiff könnte dann auch an den Modulen von Bigelow Aerospace andocken.

Module:
  • Genesis I: 11,5 m³, Träger: Dnepr, erfolgreich im Orbit
  • Genesis II: 11,5 m³, Träger: Dnepr, erfolgreich im Orbit
  • Sundancer: 180 m³, Träger: Unbekannt, in Planung und im Aufbau, Start 2014
  • BA 330: 330 m³, Träger: Unbekannt, in Planung, Start 2014-2015
  • BA 2100: 2100 m³, Unbekannt

Das BA 330 ist für 6 Leute gedacht und hat ein Volumen von 330 m³ undl ist mit den Lebensnotwendigsten Ausrüstungen ausgestattet. Mit den Solaranlagen und Radiatoren ist das Modul rund 13,7 Meter lang. Das eigentliche aufblasbare Segment ist 9,5 Meter lang und hat einen Durchmesser von 6,7 Metern. Zur Sicherheit sind viele Systeme mehrfach vorhanden. Für den nötigen Antrieb für Bahnkorrekturen wird überflüssiges Wasserstoff und geringe Mengen Sauerstoff ausgestoßen. Somit benötigt man für den Antrieb und die Lebenserhaltungssysteme nur Wasser, da in dem Modul selber Wasser Dank Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird. Die dicke Schale des Moduls schützt die Crew vor Trümmern und radioaktiver Strahlung.

Das BA 2100 ist eine eigene Station für bis zu 16 Leuten. Das Volumen von 2100 m³ ist doppelt so groß wie das von der ISS. Sie ist 17,8 Meter lang und 12,6 Meter hoch. Neben Raum für Labore besitzt die Raumstation auch eine Kommando- und Kontrollstation sowie ein kleines Lazarett und Raum für Erholung.



Quelle: Bigelow Aerospace

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