Freitag, 19. August 2011

2 Starts an einem Tag fehlgeschlagen

Am 17. August ist zum einen der Kontakt mit der Oberstufe einer Proton-M Rakete, geladen mit einem Kommunikationssatelliten von Roskosmos, abgebrochen und zum anderen ist der Start einer chinesischen Rakete vom Typ Langer Marsch fehlgeschlagen.

Der Start der Proton-M Rakete um 23:25 (MESZ) vom Kosmodrom Baikonur in Westkasachstan verlief anfangs wie geplant, nach dem 4. oder 5. Brennmanöver verlor Roskosmos jedoch den Kontakt zur Rakete. Bis lang ist jedoch noch unklar wo sich der Satellit Express-AM 4 derzeit befindet und ob er überhapt von der Oberstufe abgetrennt wurde. Das er den gewünschten Orbit erreicht hat ist unwahrscheinlich.

Auch China hatte am 17. August großes Pech: Der dritte Start innerhalb einer Woche schlug aus bisher unbekannten Gründen fehl. Laut chinesischer Angaben wurde ein Übungssatellit mit dem Namen Shijian 11-04 transportiert. Man vermutet jedoch, dass es sich hierbei um einen militärischen Frühwarnsatelliten handelt. Was genau schief ging ist derzeit noch nicht bekannt.

Quellen: Roskosmos, CNSA

Kommentare:

  1. Sehr interessant, von solchen Fehlstarts hört man in der allgemeinen Presse nichts. Mich würde interessieren wie viele solcher Fehler in den letzten 2-5 Jahren passiert sind. Immerhin werden hier Millionen von Gelder investiert und in den Weltraum geschossen. Gibt es solche Pleiten auch bei der NASA oder ESA?

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  2. Wie viele Fehlstarts es in den letzten 5 Jahren gab, kann ich derzeit nicht genau sagen, aber eins definitiv: nicht wenige.
    Solche Pannen gibt es auch bei den großen Raumfahrtunternehmen wie der NASA und der ESA, wobei z.B. die Ariane V Rakete der ESA bei knapp 25 Flügen keinen einzigen Fehlstart hatte. Bei der Entwicklung von Raketen (in diesem Fall der Ariane V) hat man früher folgendes feststellen können:
    nach 5 Flügen: 2 Fehlstarts
    nach 10 Flügen: 3 "
    nach 20 Flügen: 4 "
    nach diesen 20 Testflügen war die Rakete für kommerzielle Zwecke bereit. Trotzdem passieren immer wieder Fehlstarts weltweit - nicht immer sind die Unternehmen dagegen versichert.

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