Mittwoch, 13. April 2011

Metallwolke gegen Weltraumschrott

Derzeit gibt es im All nach Hochrechnungen von Experten etwa 600.000 Raumfahrtrückstände, die größer als einen Kubikzentimeter sind. Dazu zählen Raketenstufen, ausrangierte Satelliten, aber auch verlorene Schraubenzieher, Arbeitshandschuhe und abgesprengte Halterungen. US-Forscher haben nun eine Idee zur Beseitigung dieser, für die Raumfahrt sehr gefährlichen Schrottteile, gefunden. Mit einer gigantischen Wolke aus winzigen Wolfram-Metallstücken die sich an die Trümmerteile heften, soll das Gewicht erhöht werden um diese zum Sinken und schließlich zum Verglühen in der Erdatmosphäre zu bringen. Den Wissenschaftlern schwebt eine Staubwolke in 900-1100 Kilometern Höhe vor. Raketen könnten etwa 20 Tonnen Staub aus dem Schwermetall Wolfram in der Erdumlaufbahn freisetzen, die sich gleichmäßig verteilen und für gut 30 Jahre als kosmischer Räumdienst fungieren. Eine Beeinträchtigung der Satelliten schließen die Wissenschaftler aus. Weiterhin ungeklärt ist allerdings, ob die Wolke den freien Blick von erdgestützten Teleskopen ins All beeinflussen könnte. Deshalb müssen die Forscher weiter an ihrer Idee arbeiten, die in diesem Stadium noch nicht für den Einsatz im Orbit geeignet ist.

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