Mittwoch, 2. März 2011

150 Millionen Trümmerteile umkreisen die Erde

Etwa 150 Millionen verschiedene Trümmerteile, jedes mindestens 1 Millimeter groß, rasen um die Erde und werden nun zu einer ernsthaften Gefahr für die Raumfahrt. Schon heute müssen viele der etwa 900 aktiven Satelliten im All und die Internationale Raumstation (ISS) regelmäßig Ausweichmanöver durchführen, um nicht mit einem nahenden Trümmerteil zu kollidieren. Braunschweiger Forscher haben jetzt ein Simulationsmodell erarbeitet, dass die Verteilung und Bewegung des Weltraumschrotts heute und in Zukunft darstellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Satellit bei einer Lebensdauer von 7 Jahren von einem Trümmerteil getroffen und zerstört wird, liegt heute schon bei 2 % - getroffen wurde beinahe jeder schon. Jede Kollision im All produziert wie bei einer Kettenreaktion neue Trümmer die wiederum zu neuen Kollisionen führen können. Bisher wurden vermutlich vier Satelliten durch Trümmerteile getroffen und zerstört. Die Trümmeranzahl stieg vor 3 Jahren um 50% an, nachdem die Chinesen einen ihrer Satelliten, in 800 Kilometern Höhe, mit einer Rakete zerstört hatten. Der meiste Müll entstand allerdings durch unbeabsichtigte Explosionen von ausgebrannten Raketen-Oberstufen, in denen sich Resttreibstoffe entzündeten, oder durch chemische Reaktionen in nicht entladenen Batterien.

Um in Zukunft Unfälle im All zu vermeiden muss nun etwas geschehen. Vorschläge sind z.B die grundsätzliche Vermeidung von Müll durch Verhinderung von Explosionen. Außerdem wird darüber diskutiert größere Müllteile mit Roboterarmen einzufangen, sie auf eine niedrigere Umlaufbahn zu bringen, und in der Atmosphäre verglühen zu lassen.

Bild Quelle: NASA

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