Mittwoch, 23. Februar 2011

NASA Sonde fliegt zum Merkur

Zum ersten Mal schwenkt eine Sonde in die Umlaufbahn des Merkur ein - c.a 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Bis zu dieser Stelle im Sonnensystem brauchen Funksignale über 10 Minuten.Bislang war die US-Sonde „Mariner 10“ das einzige Objekt von Menschenhand, das Merkur besucht hat (1974 und 1975) - allerdings handelte es sich hierbei nur um einen Vorbeiflug.

Mehr als dreieinhalb Jahrzehnte nach „Mariner 10“ nähert sich jetzt „Messenger“ (MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry, and Ranging) dem Merkur. Messenger hat die Form einer rundlichen, 1,27 m × 1,42 m × 1,85 m (= 3,3 m3) großen Box, die durch einen halbzylindrischen, etwa 2,5 m hohen und 2 m breiten Schutzschild vor Sonneneinwirkung geschützt ist.Die Aufgabe der Sonde ist aus der Abkürzung abzuleiten: Sie soll die Oberfläche Merkurs, seine Wechselwirkung mit dem Weltraum und seinen geochemischen Aufbau untersuchen. Während ihrer Umläufe wird die Sonde auf über 400° Celsius erhitzt. Um in den Orbit des Merkurs einreten zu können, musste die Sonde einen langen Umweg in Richtung Erde und Venus in Kauf nehmen, um an Geschwindigkeit zu verlieren. Die Schwerkraft der Planeten hat der Messenger dabei geholfen, die Geschwindigkeit die von der Gravitation der Sonne ausging, zu verringern. Bremsmanöver der Sonde selbst hätten Unmengen an mitzuführenden Treibstoff benötigt. In der Nacht zum 18. März wird Messenger für 14 Minuten ihre Bremstriebwerke zünden und danach vom Schwerefeld des Merkurs eingefangen werden. In dieser knappen Viertelstunde wird die Forschungssonde fast ein Drittel des Treibstoffes verbrauchen, mit dem sie beim Start in 2004 ausgestattet worden ist.

In den darauffolgenden 12 Monaten wird die Sonde den Planeten alle 12 Stunden einmal umrunden und ihn dabei beobachten. Die Forscher erhoffen sich Informationen über die Entstehung und den Aufbau des kleinsten Planeten unseres Sonnensystems.

Bild Quelle: NASA

1 Kommentar:

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