Montag, 28. Februar 2011

Deutscher Satellit droht auf die Erde zu stürzen

Der gut zweieinhalb Tonnen schwere Deutsche Satellit "ROSAT" (Röntgensatellit), der von 1990 bis 1999 in Betrieb war, droht nun auf die Erde zu stürzen. Auf Grund der besonderen Bauweise kann es sein, dass der Satellit beim Eintritt in die Atmosphäre, bei dem er auf über 1000° C erhitzt wird, nicht vollständig verglüht. Da ROSAT nicht mehr steuerbar ist, besteht keine Möglichkeit, ihn kontrolliert ins Meer stürzen zu lassen. Die Einschlagsgegend (Genauigkeit: Streifen von etwa 30 km Breite und 200 bis 300 km Länge) lässt sich erst kurz vor dem Eintritt in die Atmosphäre voraussagen. Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt erwartet den Absturz im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember 2011.Der Satellit befindet sich aktuell auf einer Höhe von etwa 500 Kilometern. Eine gezielte Zerstörung wird auf Grund der vielen Risiken für andere Satelliten ausgeschlossen.

Mit ROSAT wurden über 125.000 neue Röntgenquellen und 479 Quellen Extrem ultravioletter Strahlung entdeckt. Außerdem fand man so heraus, dass der Mond die Röntgenstrahlen der Sonne reflektiert. Die Ergebnisse sind weltweit in über 7000 Publikationen zu finden.

Bild Quelle: NASA

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